Inno-Space Porsche Werk Leipzig - Anmutungsprüfung Augmented Reality

Bei Porsche geht im Februar die Anmutungsprüfung mittels Augmented Reality als erste Innovation in den Testbetrieb. Bild: Porsche

Porsche hat im Werk Leipzig den so genannten Inno-Space eröffnet, ein Innovationsraum, in dem man Innovation aus dem Bereich Qualitätsarbeit entwickelt und in den Serienprozess überführt. Wie der Hersteller mitteilt, bildet der Inno-Space eine Schnittstelle zwischen Gegenwart und Zukunft des Qualitätsmanagements. So kann dort eine eigene IT-Umgebung der Fabrik simuliert und später kontrolliert an das Werk angekoppelt werden, um neue Entwicklungen in die Fertigung einzufügen. Ein eng mit dem Qualitätsmanagement vernetztes IT-Team treibt dort neue Technologien, Apps und Abläufe voran. Das Team arbeitet mit Hochschulen und Startups zusammen. „Dort können wir weit nach vorn gerichtete Innovationen entwickeln und testen, ohne die Abläufe der Fabrik zu stören“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logisitk der Porsche AG.

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  • Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG, spricht über „Die Zero-Impact-Factory“.
  • Peter Kössler, Audi-Vorstand für Produktion und Logistik, erklärt die Digitalisierung der Audi-Produktion.
  • Daimlers Produktionsvorstand Markus Schäfer hält eine Keynote zur flexiblen Produktion von E-Fahrzeugen.
  • Hans-Christian Boos, Gründer und CEO von Arago und einer der bekanntesten deutschen Experten für künstliche Intelligenz, wird den Abend mit seinem Vortrag "Wie ein Computer denken lernt: HIRO" bereichern.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für technische Visualistik (GTV) – einem Startup aus Dresden – nutzt Porsche Augmented Reality (AR) als technische Plattform zur Qualitätskontrolle. Die AR-Anmutungsprüfung sei ein idealtypisches Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung neuer Innovationen, die im Inno-Space ihre Keimzelle haben, heißt es. Die GTV hat zusammen mit dem Fraunhofer Institut eine Tablet-App entwickelt, die im Rahmen der Anmutungsprüfung analysierte Fehler in jeder Phase der Produktion direkt über dem Bauteil sichtbar macht. Nachdem die individuellen CAD-Daten des Fahrzeugs eingelesen und die Kamera des Tablets über ein Bauteil gehalten wurden, können beispielswiese Formabweichungen unmittelbar sichtbar gemacht werden. Der Prüfprozess kann in Echtzeit zu jedem beliebigen Partner und Standort gestreamt werden. Gleichzeitig werden die erfassten Fehler in der zentralen Datenbank des Werkes gespeichert und sind weltweit verfügbar.

„Wir können so zahlreiche Vorteile realisieren, die weit über den reinen Prüfprozess hinausgehen“, sagt Andreas Schmidt, Leiter Qualität im Porsche Werk Leipzig, der das Augmented-Reality-Projekt mit den Forschungseinrichtungen realisiert hat. Frank Moser, Leiter Unternehmens-Qualität bei Porsche: „Die Qualität von Porsche ist das Ergebnis intensiver Arbeit, die in allen Projektphasen und allen Bereichen von größter Akribie und der Leidenschaft zum perfekten Sportwagen angetrieben ist." Bei Qualitätsthemen gehe man jedem noch so kleinen Detail auf den Grund, dies zeichne Porsche aus, so der Qualitäts-Experte.