Ganzheitliche Produktionssysteme sind einer der großen Trends im Automobilbau: Immer mehr Bauteile entstehen mit  Linienlösungen, die sich schnell an veränderte Bedingungen anpassen lassen – nicht zuletzt eine Grundbedingung für die zunehmende Wie der Maschinenbau darauf reagiert, zeigen neue Entwicklungen bei EMAG eldec. Die Technologie des Unternehmens – das induktive Erwärmen und Härten – lässt sich grundsätzlich gut in übergeordnete Produktionssysteme einbinden. Mit den neuen Generator-Produktgruppen und wird die Integration des induktiven Erwärmens aber noch einmal entscheidend erleichtert. Was genau zeichnet die Generatoren aus und wo kommen sie zum Einsatz?

Vom induktiven Härten über das Löten und Fügen bis zum Vorwärmen – die Anwendungsbereiche der eldec Technologie sind zahlreich. Das jeweilige Bauteil wird in Sekundenschnelle und hochpräzise erwärmt, anschließend starten die jeweiligen Nachfolgeprozesse: Zum Beispiel beim Schweißen verhindert das induktive Vorwärmen eine Aufhärtung des Werkstoffgefüges in der sogenannten Wärmeeinflusszone im Bereich der Schweißnaht. Auf diese Weise wird die Gefahr einer Rissbildung am Bauteil (nach dem Schweißen) verhindert. Dabei erfolgt der ganze Erwärm- und Schweißprozess im Rahmen eines „One-Piece-Flow“:  Alle Teilprozesse werden in eine Produktionslinie integriert. Wie eine solche Lösung im Detail aussehen kann, .

Integration wird deutlich einfacher

Generatoren von EMAG eldec dienen dabei als Energiequelle für die induktive Erwärmung und werden in die Linien integriert. „Unsere Technologie kommt bei sehr vielen Anwendungen dieser Art zum Einsatz“, erklärt Dr. Harry Krötz, R&D bei EMAG eldec. „Mit den zwei neuen Generator-Linien RACK LINE und SYSTEM LINE treiben wir die Entwicklung jetzt weiter voran. Je nach Anforderung wird dabei die technische Integration der Induktionstechnologie deutlich einfacher und lässt sich passgenauer realisieren.“

Die RACK LINE ist dabei eine besonders platzsparende Einschublösung, die im Vergleich zu einem Standard-Generator zwar den gleichen Platzbedarf hat, deren Komponenten aber dezentral untergebracht  werden können. Die Einschubmodule können ganz auf die Bedürfnisse der Erwärmungsaufgabe angepasst und zum Beispiel über eine Montagelinie verteilt in vorgehaltenen Slots platziert werden.

Dies ermöglicht platzoptimierte Anlagen. Genauso können sich aber auch sämtliche Komponenten auf einem Grundgestell – dem Rack – befinden. So lassen sich, kompakt nebeneinander angeordnet, mehrere Einschubmodule unterbringen. Ihre genaue Zahl hängt von der jeweiligen Anwendung ab.

Jedes Modul enthält alle Basis-Komponenten für eine zuverlässige Induktionserwärmung wie zum Beispiel robuste Wechselrichtermodule und hocheffiziente Resonanzschwingkreis-Komponenten. Nicht integriert sind hingegen bestimmte Komponenten, die für die Absicherung und Anbindung der Module an die Spannungsversorgung oder die Überwachung der Kühlwasserkreisläufe benötigt werden. Sie werden stattdessen außerhalb des Moduls zum Beispiel in einem Steuerschrank platziert. Das spart Platz und die Gesamtintegration der Induktionstechnologie ist vereinfacht.  

Härtesysteme von eldec

Auch für die Härtemaschinen von EMAG eldec gilt: Sie sind häufig ein integraler Bestandteil der Herstellungsprozesse beim Anwender, wenn es um Automotive-Verzahnungselemente wie Stellzahnräder, Lenkritzel, Steuerkettenräder, Ausgleichswelle, Rotorwelle, Einzelnocken oder Achszapfen geht. Im Zentrum der Maschinenkonfiguration steht das eldec MIND-System („Modular Induction“), das

Kurze Wege – kompakte Lösung

Wie perfekt sich auf diese Weise die konkrete induktive Bearbeitungsaufgabe und die dazugehörige Energieversorgung aufeinander abstimmen lassen, zeigt eine aktuelle RACK LINE-Lösung bei eldec mit 17 Einschubmodulen: Sie befinden sich direkt hinter einer gleich großen Zahl von Induktoren und sind direkt mit ihnen verbunden (mehr Infos zu den Induktoren finden Sie hier). Auf diese Weise entfallen die sonst üblichen Verbindungsleitungen zwischen Induktor und Generator und es entsteht eine kompakte und effizientere Lösung, die sich zudem zentral steuern lässt.

Vollwertiger Generator ohne Display

Ähnlich interessant (und doch ganz anders) ist der Ansatz „SYSTEM LINE“. Diese Generatoren sind keine Einschubmodule, sondern vollwertige Stand-Alone-Geräte inklusive Schutz- und Sicherheitsausstattung – nur ein Element fehlt, das bei eldec Generatoren ansonsten Standard ist: das Display. Die Idee dahinter ist einleuchtend: „Es kommt immer häufiger vor, dass Anwender die Einstellung ihres Generators nicht mehr am Gerät selbst vornehmen, sondern dazu eine übergeordnete Steuerung  verwenden. In einem solchen Fall ist ein Display am Generator überflüssig“, sagt Harry Krötz. Darüber hinaus haben die Spezialisten aber auch die Software der Generatoren  angepasst. Einige Funktionen und Betriebs-Modi, die ein von Hand bedienter Generator benötigt, sind beim Einsatz einer externen Steuerung nicht mehr  notwendig.

Generator-Lösung für jede Aufgabe

„Flexibilität“ ist eines der am häufigsten gehörten Worte, wenn es darum geht, im Maschinen- und Anlagenbau eine perfekte Produktionslösung zu etablieren: Die jeweilige Technik wird an die Umgebung beim Kunden angepasst und stellt auf diese Weise einen hocheffizienten Prozess sicher – eine Anforderung, der sich EMAG eldec mit den Baureihen RACK LINE und SYSTEM LINE stellt. Insgesamt sieht sich das Unternehmen mit seinem individuellen Generator-Programm ideal im Markt positioniert. Eine detaillierte Darstellung auf der eldec Webseite zeigt die nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten der Geräte. „Wir verfügen über ein flexibles Produktangebot, das wir perfekt an die geforderten Bedingungen anpassen. Diese Qualität ist bei den sehr speziellen Erwärmungsaufgaben unverzichtbar“, sagt Harry Krätz abschließend.